Sonntag, 23. November 2014

Rezension: You and Me. Gesucht - Gebucht - Verliebt von Bärbel Muschiol


 You and Me. Gesucht - Gebucht - Verliebt.
Bärbel Muschiol
Klarant Verlag
5. November 2014 

Klappentext:
Maja ist Single und beschließt als ESCORT-GIRL zu arbeiten, da sie in eine äußerst prekäre finanzielle Lage geraten ist. Doch vor ihrem ersten Auftrag lernt sie in einer Kneipe Aaron kennen - was für ein heißer, attraktiver Kerl! Sein durchtrainierter Körper zieht sie magisch an, es prickelt sofort zwischen den beiden und der Abend findet seinen Höhepunkt in einem leidenschaftlichen Kuss. Doch anstatt einer neuen Beziehung eine Chance zu geben, steht Maja einfach auf und läuft davon! Unerwartet bietet sich jedoch eine zweite Chance - und noch einmal lässt Aaron seine Traumfrau nicht davonlaufen: Leidenschaftlich, wild und hemmungslos entführt er sie in eine erotische Welt und lebt mit ihr seine geheimen Phantasien aus... 

Inhalt:
Es geht um die, gerade am Leben scheiternde, Maja, die sozusagen am Abgrund steht und immer noch zu stolz um ihre Eltern um Hilfe zu bitten. Alleine diese Tatsache macht Sie mir eigentlich schon unsympathisch. Eltern sind doch genau die, die man in solchen Momenten um Hilfe fragen sollte/darf/müsste. Also ich meine, wenn ich die Wahl hätte zwischen "Ich frage meine Eltern nach Geld" oder "Ich fange bei einem Escort-Service, bei dem die Frauen sich auch willig zeigen, an", würde ich mich doch definitv an Möglichkeit eins wenden. Natürlich gibt es Frauen, denen macht ungezwungener und ungebundener Sex total spaß, aber Maja ist so nicht. Das weiß man von der ersten Minute quasi an. Und dann ist da noch Aaron, der geheimnisvolle. Am Abend vor ihrem ersten Einsatz als Escort Girl genehmigt sich Maja ein Glas Rotwein in ihrer Lieblingsbar und trifft dort auf den Mann ihres Lebens. Das weiß sie natürlich schon nach ganz kurzer Zeit!

Und genau das ist das Problem an soooo kurzen Geschichten. Alles wird so abgehackt beschrieben. Ich kann es einfach immer nicht nachvollziehen, wie jemand mit so einer kurzen Geschichte zufrieden sein kann? Es gibt so viele Stellen, an denen man noch weiter ausbauen kann. Schließlich bezahlt man letztendlich den selben Preis für ein 200 Seiten Buch. Es tut mir im Herzen weh, hier irgendwie nur zu schimpfen. Ich gebe zu, ich habe mich (bis auf den Klappentext) vorher weder über das Buch noch über die Autorin informiert, und liebe Frau Muschiol, das ist keineswegs ein Angriff auf ihr Buch.
Die Geschichte an sich könnte in meinen Augen eben super sein, wäre sie nur länger. Das Thema trifft genau meinen Geschmack und deswegen habe ich mich auch sehr über das Rezensionsexemplar gefreut. Nur leider, und da sind wir alle drei hier ehrlich, kann ich mit solchen sehr kurzen Geschichten (und ich nenne es bewusst nur Geschichte) nichts anfangen. 

Dazu möchte ich noch anmerken, dass der Klappentext vielleicht selbst auch zu viel verspricht. Die Rede ist davon, dass Aaron Maja in eine erotische Welt entführt und geheime Fantasien auslebt. Darauf habe ich bis zum letzten Wort gewartet. Natürlich gibt es Erotik, aber unter geheimen Fantasien verstehe ich etwas aufregenderes. 

Der Epilog hat meine Bewertung dann noch weiter nach unten gedrückt. Dieses Übereinkunft die beide treffen, finde ich doch sehr schräg. Wo Aaron doch fest behauptet er vergöttert seine Maja so. 

"Ich weiß nicht genau, womit ich gerechnet habe, aber eines weiß ich ganz genau. 
Mit seinen Lippen, die sich auf meinen Nacken legen, seiner Hand, die mich noch fester an seinen Körper drückt 
und seinem tiefen lustvollen Knurren habe ich ganz bestimmt nicht gerechnet."


Vielen Dank an Bärbel Muschiol, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. ♥

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