Freitag, 9. Januar 2015

Rezension: "Der Geschmack von Apfelkernen" - Katharina Hagena


Der Geschmack von Apfelkernen
Katharina Hagena
KiWi-Taschenbuch
18. August 2009

Klappentext
Schillernd und magisch sind die Erinnerungen an die Sommerferien bei der Groß­mutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen – bewegend, herrlich komisch und klug.

Inhalt:
Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten, eine aus der Zeit gefallene Welt, in der rote Johannisbeeren über Nacht weiß und als konservierte Tränen eingekocht werden, in der ein Baum gleich zweimal blüht, Dörfer verschwinden und Frauen aus ihren Fingern Funken schütteln. Doch der Garten ist inzwischen verwildert. Nachdem Bertha vom Apfelbaum gefallen war, wurde sie erst zerstreut, dann vergesslich, und schließlich erkannte sie nichts mehr wieder, nicht einmal ihre drei Töchter. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiß nicht, ob sie es überhaupt behalten will. Sie schwimmt in einem schwarzen See, bekommt Besuch, küsst den Bruder einer früheren Freundin und streicht eine Wand an. Während sie von Zimmer zu Zimmer läuft, tastet sie sich durch ihre eigenen Erinnerungen und ihr eigenes Vergessen: Was tat ihr Großvater wirklich, bevor er in den Krieg ging? Welche Männer liebten Berthas Töchter? Wer aß seinen Apfel mitsamt den Kernen? Schließlich gelangt Iris zu jener Nacht, in der ihre Kusine Rosmarie den Unfall hatte: Was machte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und wollte sie Iris noch etwas sagen? Iris ahnt, dass es verschiedene Spielarten des Vergessens gibt. Und das Erinnern ist nur eine davon. (Amazon)


Eindrücke:

Für meinen Geschmack las sich das Buch sehr bescheiden an. Der Schreibstil ist so gar nicht mein Fall. Ich hatte den Eindruck, einen Notizzettel zu lesen. Eine Aneinanderreihung von Sätzen, bei denen sich die Autorin wenig Gedanken über den Lesefluss gemacht hat. Man springt zwischen verschiedenen Gedanken und Erinnerungen hin und her und bekommt fast den Eindruck, man sei ein Ping Pong-Ball.

Hat man sich jedoch erst einmal in das Buch hineingelesen und sich mit der Thematik vertraut gemacht, kommt einem alles gar nicht mehr so verwirrend vor.
Vielmehr verdeutlicht die Schreibweise die Erinnerungslücken und Lichtblicke.

Ich für meinen Teil habe einiges aus dem Buch mitgenommen und bin noch lange nicht fertig mit dem Gedanken machen.

Ich habe dem Buch 3 Schleifen gegeben, weil zwar das Thema interessant ist, das Buch mich aber nicht gefesselt hat und ich mich immer wieder ganz leicht ablenken ließ.











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