Samstag, 28. Februar 2015

Rezension: "Die Melonenschmugglerin" von Anette Göttlicher

Die Melonenschmugglerin
Anette Göttlicher

320 Seiten
Ullstein Taschenbuch 
12. August 2009


Charlotte und Frank möchten schwanger werden. Die beiden sind seit 10 Jahren ein Paar und versuchen es schon eine Weile mit dem Nachwuchs.
Wie man allerdings weiß: unter Druck setzen bewirkt das genaue Gegenteil.
So kommt es, dass sie erstmal vertagen und einen schönen Thailandurlaub machen. Ein paar Wochen später stellt Charlotte was fest? Genau. Sie ist schwanger!
Und jetzt geht es eigentlich erst richtig los. Die Hormone, die Ängste, die Hoffnung, der nicht sehr mitfühlend scheinende Partner...
Und dann gibt es da noch den besten Freund. Tom. Dieser ist unendlich verständnisvoll und handelt genau so, wie Charlotte es von Frank erwartet hätte.
Das muss ja zu Komplikationen führen, oder?


"In mir schlägt ein zweites Herz! Und erstaunt stelle ich fest, 
dass ich zu zärtlichen Gefühlen gegenüber einer Erdnuss fähig bin."




Dieses kleine süße gelbe Büchlein liegt nun schon seit langen Jahren auf meinem SuB. Da im Februar die Farbe Gelb beim "Farbenfrohen SuB-Abbau" an der Reihe war, habe ich es nun endlich wieder hervorgekramt. 
Dabei musste ich feststellen, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, warum ich das Buch nicht schon lange gelesen habe.
Die Thematik der Schwangerschaft und des ganzen Gefühlschaos ist sicherlich jedem bekannt, der ein Kind zur Welt gebracht hat. So heftig wie bei Charlotte wird es allerdings bei den Wenigsten gewesen sein. Trotzdem kann ich ihre Gedanken und Emotionen gut verstehen und nachvollziehen. 


"Die Worte kuschelig und zwei Grad in einem Satz zu verwenden, 
finde ich gewagt, aber ich vertraue auf die Profi-Schlafsäcke."


Dieses Buch ließ mich an viele eigene Erinnerungen zurückblicken. Nicht wegen der Partnerschaftsprobleme, sondern die Ängste und die gleichzeitigen Glücksgefühle während der Schwangerschaft. 
Ich hatte bis etwa zur Hälfte des Buches Probleme, es flüssig lesen zu können, kann aber nicht festmachen, woran das lag. In der zweiten Hälfte ging das ganz locker und flockig.
Der Schreibstil ist witzig und locker, was mich irritiert sind die teilweise auftauchenden Münchner Redensweisen.

Somit vergebe ich:


weil es mich einfach nicht vom Hocker gehauen hat, aber auch nicht schlecht war.

Kleiner Tipp am Rande: besser nicht während einer Schwangerschaft lesen.



Buchige Grüße

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