Sonntag, 19. April 2015

Rezension: "Die Schuhe meiner Schwester" - Babsy Tom

Die Schuhe meiner Schwester
Babsy Tom

188 Seiten
CreateSpace Independent Publishing Platform 
17. November 2014


Inhalt:
Roberta führt ein rechtschaffendes und anonymes Leben im Berliner Plattenbau. Zusammen mit ihrem Ehemann Ernst lebt sie eine Ehe, die eigentlich nur mehr auf dem Papier besteht. Um der Eintönigkeit ihres Daseins zu entfliehen, beobachtet sie Tag für Tag durch ihr Fernglas das pompöse Leben ihrer Schwester Julia, die an der Seite eines renommierten Arztes ausnahmslos Komfort, Luxus und sämtliche Freiheiten genießt. Es ist, wie es ist – bis zu jener Nacht, in der sich alles verändert. Roberta ist plötzlich verschwunden. Stunden später findet Julia ihre Schwester auf einer verlassenen Parkbank: bewusstlos, ohne Schuhe und bar jeder Erinnerung. Was ist passiert? Mithilfe der Psychologin Christiane und auf ausdrückliches Drängen ihrer Schwester Julia ist Roberta genötigt, sich mit dem Vorfall auseinanderzusetzen. Ob sie will oder nicht – sie stellt sich ihren Ängsten und Empfindungen und kann sich darüber hinaus das erste Mal in ihrem Leben der Anziehungskraft eines fremden Mannes nicht entziehen. Wird sie diese Liebe leben können oder wird ihre Vergangenheit sie einholen und in die Knie zwingen?


Hier nun endlich mein Beitrag zu "Die Schuhe meiner Schwester":

Roberta, von Beruf Frisörin, kann Körperkontakt nicht gut vertragen. Sie ist verheiratet, mit sich und ihrem Leben total unzufrieden und neidisch auf ihre Schwester.
Irgendwann lernt Roberta den Gärtner ihrer Schwester kennen und verliebt sich in ihn.
Außerdem hat sie regelmäßig Sitzungen bei einer Psychologin, um das Verdrängte aufzuarbeiten.
Ihre Mutter ist keine klassische Mutterfigur und behandelt Roberta eher wie einen Fußabtreter. Als diese ihrer Mutter mal wieder die raspelkurzen Haare schneiden muss, eskaliert die ganze Situation, weil Julia - Robertas Schwester - wieder einmal versucht, Roberta etwas wegzunehmen.
Ergebnis der Eskalation ist, dass die verdrängten traumatischen Erlebnisse sich einen Weg in Robertas Bewusstsein suchen.


Babsy Tom schreibt einfach wundervoll und sehr flüssig. Als ich dann mal meine Ruhe hatte, habe ich es nicht mehr aus der Hand gelegt, bis ich es beendet hatte.

Ich weiß wirklich nicht, welche der beiden Frauen das schlimmere Schicksal erlitten hat: Die Schwester, die die Tat über sich ergehen lassen musste und sich an alles erinnert, oder die Schwester, die ohnmächtig daneben stand, nichts tun konnte und das Geschehene verdrängt, was später natürlich wieder an die Oberfläche gelangt.

Ein sehr gutes Buch!



Danke, liebe Babsy Tom, für dieses schöne Werk aus deiner Feder!


Ganz liebe Grüße








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