Mittwoch, 3. Juni 2015

Rezension: "Aschenputtel" von Kristina Ohlsson


Aschenputtel 
(Bergmann & Recht #1)
Kristina Ohlsson
496 Seiten
blanvalet Verlag
17. September 2012

Klappentext:
Das Grauen beginnt, als eine Fahrt zu Ende geht …
Hochsommer in Schweden. Es regnet Bindfäden. Der voll besetzte Schnellzug nach Stockholm muss außerplanmäßig halten. Eine junge Frau tritt hinaus aufs Bahngleis, um ungestört zu telefonieren – und wird von ihrer Tochter getrennt, als der Zug ohne Vorwarnung weiterfährt. Der Schaffner wird alarmiert, doch als er das kleine Mädchen abholen will, ist es spurlos verschwunden. Das Ermittlerteam um Kommissar Alex Recht und Fahndungsspezialistin Fredrika Bergman wird auf den Fall angesetzt. Als wenig später ein zweites Kind verschleppt wird, wird der Fall zu einem Albtraum …


Cover:
Genau das ist der Grund, warum ich es gelesen habe. Für unsere 3letters Challenge braucht ich ein Buch mit Schuhen auf dem Cover und weil ich nicht die typischen "Der Teufel trägt Prada" Bücher lesen wollte, habe ich einfach nach Schuhen auf dem Cover gesucht und das dabei gefunden. Thriller sind zwar eigentlich nicht mein Genre, aber da ich von dem Schweden Stieg Larsson begeistert war, habe ich mir Ohlsson dann doch vorgenommen. Da Cover repräsentiert quasi die traurige Wahrheit der Geschichte

Erwartungen:
Der Klappenext weißt ja schon auf Kindesentführung hin, daher habe ich mich da schon auf harten Tobak eingestellt, da ich selber Mutter einer Tochter bin.

Protagonisten:
Hauptprotagonisten sind Fredrika Bergmann, Peder Rydh und Alex Recht. Fredrika ist die Außenseiterin in der Dienststelle. Sie muss dort nur eine gewisse Pflichzeit verbringen, bevor sie mit ihren analytischen Fähigkeitenn weiterziehen kann. Man wirft ihr vor, nicht mit Herzblut bei der Sache zu sein und sie verlasse sich zu wenig auf ihr Bauchgefühl. 
Peder Rydh ist Ermittler im Team von Alex Recht und vollblut Polizist. Er ist froh keine Streifen mehr fahren zu müssen und die wirklich wichtigen Fälle bearbeiten zu können. Sie fordern ihn heraus. Dasselbe tut auch Fredrika. Er ist gedanklich ziemlich unloyal seiner Kollegin gegenüber, doch im Laufe der Ermittlung entdeckt er ihr können, auch wenn Fredrikas Vorgehensweise anders ist, als Peder es machen würde.
Alex Recht ist der Chef der Direktion und schon ein "alter Hase" im Geschäft. Auch er hält anfangs nicht viel von Fredrika, doch merkt man, dass er ihr wenigstens versucht eine Chance zu geben. Man merkt ihm seine Erfahrenheit an, er führt seine Mitarbeiter sehr präzise und konzentriert sich auf die Fakten, auch wenn er einiges übersieht.
So wie auch schon bei Larsson, fand ich die Charaktere zu Beginn sehr steif. Ich brauche da immer eine Weile um mit denen warm zu werden. Bei Blomkvist und Salander war das genau so. Aber die Schweden schaffen es selbst mich in den Bann zu ziehen.

Fazit:
"Aschenputtel" hat mich als Mutter, doch sehr mitgenommen. Das erste entführte Kind hat sogar große Gemeinsamkeiten mit meiner Tochter, von daher war gerade die erste Entführung, die schlimmste für mich. Denn es bleibt nicht bei einer. Ich habe mich wahnsinnig geärgert, dass die beiden Männer nicht auf Fredrika gehört haben, denn auch ich wäre ihrer Spur als erstes gefolt. Der Vater des Kindes, der ja auch verdächtigt wird, ist mir ein bisschen zu suspekt und die Auflösung um seine Person, war mir ein bisschen zu schwach, dafür dass er in den ersten zweidrittel eine so große Rolle eingenommen hat. Da hätte ich gerne nebenbei noch ein paar Infos gehabt. Ohlsson schafft es auch bewusst die Spannung in Sekundenschnelle nach oben zu treiben, indem sie bewusst eine falsche Fährte legt. Und zumindest ich wusste bis kurz vor Auflösung nicht, wer denn nun hinter den Taten steckt. Das gefällt mir. Da macht das Lesen dann auch wirklich spaß. 
Leider gehören Thriller ja nicht zu meinem typischen Beuteschema, weil ich diese Bücher auch einfach nicht so schnell lesen kann. Man muss sich ja auch viel mehr konzentrieren, um jede Kleinigkeit mitzubekommen. Bei einer "Schnulze" ist das nicht zwingend notwenig. Trotzdem habe ich sofoert dafür gesorgt, das auch die drei Nachfolger in meinem Regal landen und ich freue mich auf weitere Ermittlungen mit Fredrika (die übrigens mit ihren analytischen Fähigkeiten zur Lösung des Falls beigetragen hat).



Tausendschön
(Bergmann & Recht #2)
Ein junges Mädchen wird am Mittsommerabend überfallen und vergewaltigt. Fünfzehn Jahre später stirbt ein Mann bei einem Unfall mit Fahrerflucht, doch niemand scheint ihn zu vermissen. Zeitgleich begehen ein Pfarrer und seine Frau Selbstmord. Oder hat es nur den Anschein?
Das Team um Alex Recht und Fredrika Bergman beginnt zu ermitteln. Nicht nur der augenscheinliche Doppelselbstmord des Ehepaars wirft bald Fragen auf. Die Zeit läuft den Ermittlern davon, doch diejenigen, die ihnen die entscheidenden Hinweise geben könnten, hüllen sich in Schweigen …

Sterntaler
(Bergmann & Recht #3)
Seit vielen Jahren hat die einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin mit niemandem mehr gesprochen. Doch jeden Samstag schickt ihr ein Fremder einen Strauß Blumen und eine Karte, auf der ein einziges Wort steht: Danke. Dann besucht eine Studentin sie im Pflegeheim – und verschwindet kurz danach spurlos. Zwei Jahre später wird die Leiche der jungen Frau in einem Waldstück in Midsommarkransen gefunden. Daneben: eine weitere Leiche, die schon deutlich länger tief in der Erde liegt. Und schließlich: eine dritte. Welches Geheimnis verschweigt die stumme Autorin?
Himmelschlüssel
(Bergmann & Recht #4)
Eine vollbesetzte Boeing 747 hebt in Stockholm ab und fliegt in Richtung New York. Kurz nach dem Start wird ein Drohbrief an Bord gefunden, laut dem das Leben von über 400 Passagieren in Gefahr ist. Kriminalkommissar Alex Recht muss das Flugzeug vor der Explosion bewahren, doch dazu benötigt er die Hilfe und den Scharfsinn von Fredrika Bergman. Und allzu bald wird den beiden klar, dass die Flugzeugentführung einen teuflischeren Grund hat, als sich die Ermittler vorzustellen vermögen. Denn der Kopilot des Flugzeugs ist niemand anderes als Alex‘ Sohn Erik …
Ein neuer Fall für Fredrika Bergman.

Kommentare:

  1. Ich habe alle vier Bücher der Autorin gelesen und am Besten fand ich Teil 4 und 1. Viel Spaß!
    Liebe Grüße
    Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Martina,

      vielen Dank. Ich hoffe den werde ich haben. :)

      Liebe Grüße

      Löschen

Teilt eure Meiung mit uns