Samstag, 15. August 2015

Rezension: "After Forever" von Anna Todd



Da sind wir nun am Ende der Geschichte von Tessa und Hardin. Einem solchen Paar werde ich wohl so schnell nicht wieder begegnen.




Wir haben mitgefiebert, mitgeflucht, vielleicht sogar mitgeweint und waren ebenso verzweifelt. Aus verschiedenen Gründen. Nur zu gern hätten wir Tessa durchgeschüttelt und sie gefragt warum sie sich das gefallen lässt. Und nur zu gern hätten wir uns gern Hardin zur Brust genommen und ihm die ein oder andere Backpfeife gegeben. Aber jedes gute Buch hat ein Ende und wer es bis ans Ende dieser beiden geschafft hat, war entweder verliebt in sie oder wahnsinnig. Und das beschreibt die beiden sehr gut. Wahnsinnig verliebt.

Der erste Teil hat mich total begeistert. Endlich wieder ein Buch was mich richtig mitgerissen hat. Hardin der Bad Boy, war total nach meinem Geschmack. Man musste halt nur von der Tatsache absehen, das es sich hier eigentlich um Harry Styles handelt - denn dieser Typ liebe Anna Todd, ist sicherlich kein Hardin Scott. Der böse Junge, der sich das naive Mädchen schnapp und ihr beibringt zu Leben. Auf eine Weise die man mal, mehr und mal weniger gut bezeichnen kann. Ich mag Mädchen wie Tessa. Ich finde es immer schön zu sehen, wie Mädchen wie sie, von einem extrem umgekrempelt werden. Das muss man natürlich mögen um solche Geschichten zu lieben. Ich brauche nicht ständig starke Frauen. Mir reicht es, wenn diese sich im Laufe der Zeit zu starken Frauen entwickeln. So wie Tessa.

Im zweiten Buch hat Hardin, rückblickend gesehen, leider eine starke Abwärtsbewegung gemacht, denn hier hatte er sich sozusagen schon um 180° gedreht und es war für mich leider nicht ganz nachvollziehbar. Der Bad Boy war komplett weg und an seiner Stelle stand nun ein Softie. Auch wenn wir natürlich wussten, das er Tessa liebt und sich ihr zuliebe ändern möchte, war das hier einfach zu schnell.

Es ist Tatsache und wird auch immer wieder von den Protagonisten selbst gesagt, dass auf eine Bombe sofort die nächste platzt und genau aus diesem Grund hat de Geschichte auch gefühlt kein Ende genommen.

Im Finale der Reihe kamen nun nochmal ein paar Sachen zusammen aber alles in allem hat mich die Entwicklung der Beziehung von Tessa und Hardin doch sehr verwirrt. Hardin hat erfahren, das sein verhasster Vater nicht sein Vater ist. Er lernt was es heißt verloren zu haben, lernt zu vergeben und lernt sich selbst zu lieben. Er wird geduldig und er merkt das er auf andere Menschen angewiesen ist, das es in der Welt auch noch andere Menschen außer Tessa gibt und doch ist sie sein Lebensmittelpunkt. Nur für und durch sie konnte er all diese Veränderungen durch machen. Er gewinnt einen besten Freund dem er vertrauen kann, er gewinnt einen kleinen Bruder, den er liebt, auch wenn er das wahrscheinlich nie zugeben wird. Seine komplette Lebenseinstellung verändert sich und auch er möchte nun, genau wie Tessa es immer wollte, die komplette heile Welt, mit Ehefrau und Kindern. Tessas Traum könnte endlich wahr werden. Doch ist am Ende ihrer Kräfte und gibt sich und Hardin auf. Sie ist gebrochen. Als sie dann auch noch ihren Vater verliert, der ja eben erst wieder in ihr Leben getreten ist, geht sie daran komplett kaputt. Hardin wäre nicht Hardin, wenn er nicht sofort bei ihr wäre. Doch das ist das letzte was sie will und genau hier ist der springende Punkt der mich so stört. Hardin ist endlich, der, der er in ihren Augen sein soll und sie sieht es nicht. So oft hat sie ihm verziehen und ja, sie hat hm oft verziehen, aber er hat sich auch noch nie so verhalten, wie er es ab diesem Punkt getan hat. Sie bleibt stur und flieht vor ihm nach New York, Erfährt, das sie wahrscheinlich keine Kinder bekommen kann und möchte auch das alleine durchstehen und das obwohl sie weiß, wie sich Hardins Einstellung geändert hat.

Sie hält ihn ab diesem Zeitpunkt lächerlich lange hin um sich selbst klar zu werden,was sie will. Dabei weiß sie es die ganze Zeit. Und mit lächerlich lange meine ich auch lächerlich lange. Eineinhalb Jahre um genau zu sein und das ergibt für mich einfach keinen Sinn und das passt auch nicht wirklich zu Hardin, denn soviel Geduld spricht ihm wohl niemand zu.

Die letzten Seiten bestehen aus Zeitsprüngen. Hier mal ein Jahr, da mal 6 Jahre und dann plötzlich 10 Jahre. Nur um haarklein zu wissen, wie sich bei den beiden alles entwickelt.

Ganz besonders schön fand ich aber zum Schluss dann doch das Highlight, dass Hardin die Geschichte von Tessa und Hardin, die wir ja nun schon gelesen haben, niedergeschrieben hat über die ganze Zeit und dieses Buch nun veröffentlichen möchte. Tessa ist darüber nicht begeistert, aber genauso wie es außerhalb des Buches ist, wird auch das Buch im Buch entweder Liebhaber oder Hater bekommen.

Eine wirklich schöne Reihe, die man entweder hasst oder liebt. Und das meine lieben ist übrigens auch die einzige parallele zu "Shades of Grey".

Macht euch selbst ein Bild von Hardin und Tessa und entdeckt ihre Achterbahn-Lovestory.


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