Sonntag, 25. Oktober 2015

Rezension: "Verschwörung" - David Lagercrantz


Verschwörung
(Millenium #4)
David Lagercrantz
608 Seiten
Heyne Verlag
27. August 2015

Klappentext:
Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist haben Millionen Leser begeistert. Weltweit erstürmte die Millennium-Trilogie die Bestsellerlisten und sprengte mit mehr als 80 Millionen verkauften Exemplaren alle Dimensionen. Ein Welterfolg, der seinesgleichen sucht. Nun geht die Geschichte weiter.


Als allererstes möchte ich sagen - Ich wusste nicht einmal etwas von diesem Buch, bis es mich in der Buchhandlung förmlich angeschrien hat. Diesen Drachen würde ich auf Meilen wieder erkennen. Und ich war völlig außer mir, hab sogar die Verkäuferin gefragt, ob dieses Buch tatsächlich zu Larrson gehört. Als diese das bejahte, stand ich anbetungswürdig vor dem Regal und konnte mich nur schwer trennen ohne es zu kaufen. Ich wusste ja um das Gespräch über einen vierten Teil der Reihe, aber zuletzt hatte ich nichts mehr darüber gehört.

Es sind ein paar Monate vergangen seit Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist zusammen gegen den Vanger Clan gekämpft haben und genauso lange ist auch her seit Mikael Lisbeth das letzte mal gesehen hat.
Es sieht schlecht um das Magazin Millenium aus und Mikael steckt in einer Krise, denn wer weiß, vielleicht ist genau diese Zeit die richtige Zeit um einen Neuanfang zu wagen und aus dem Magazin zu treten. Und genau in dieser Zeit wird er kontaktiert, man hätte eine große Sache für ihn. Sie handelt vom schwedischen Wissenschaftler Frans Balder und seinen Projekten um künstliche Intelligenz. Als kurz darauf besagter Professor still und leise ermordet wird kommt der Stein ins rollen. Einziger Zeuge ist Balders autistischer Sohn August.

Auch in diesem Teil gibt es ein Netz aus Geschehnissen, die letztendlich alle zusammen gehören.
So hat z.b. Lisbeth die NSA gehackt und dabei eine wertvolle, allerdings verschlüsselte Datei entwendet, die selbst sie an ihre Grenzen bringt. Der Sicherheitschef der NSA macht nun Jagd auf sie um sie entweder hinter Gittern zu bringen oder von ihr erklärt zu bekommen wie sie das geschafft hat.

Als klar wird, das August ein Savant ist, und damit eine Begabung, nämlich das Zeichnen, hat, wird er Ziel der Killer, denn er bringt alles in Gefahr. Doch Lisbeth wäre nicht Lisbeth, wenn sie nicht alles unter Kontrolle hat. Sie schafft es den Jungen zu retten und begibt sich auf die Flucht mit ihm.

Am Ende steht Lisbeth ihrer größten Feindin gegenüber - Camilla - ihre Schwester. Und alles zeigt, dieses Buch war nicht das Ende der Geschichte von Lisbeth.


Ok. reden wir über Lagercrantz und Larsson und dieses Buch.
Es stellt sich natürlich die Frage ob mit einem Autor auch seine Reihe sterben sollte und diese Frage bringt selbst mich in eine Zwickmühle, gerade jetzt nachdem ich das Buch gelesen habe. Prinzipiell hätte es wahrscheinlich nicht sein müssen. Ich hätte auch gut damit leben können, wenn nach Teil 3 Schluss gewesen wäre.
Ich finde aber das David Lagercrantz sich sie größte Mühe gegeben hat, Larsson gerecht zu werden und das hat er auch sicherlich im großen und ganzen geschafft meiner Meinung nach. Das Lesen war wirklich schnelllebig und rasant. Das hat mir prinzipiell wirklich gut gefallen.
Zwei Sachen allerdings haben mich wirklich gestört. Lagercrantz hat sich einem Thema zu sehr und einem Thema zu wenig gewidmet. Das Thema Autist und Savant stand mir einfach zu sehr im Vordergrund. Man muss das in so einem Buch nicht so ausführlich beschreiben, nicht über gefühlte 30 Seiten hinweg. Ich wusste von vornherein was ein Autist ist und ich wusste auch sehr schnell, was ein Savant ist und wie dasmit den Inselbegabungen so ist. Demnach wusste ich auch sehr schnell wie besonders  August ist. Da muss ich das nicht noch 5 mal lesen, muss keine ganzen Artikel von einem ähnlichen Fall lesen und dergleichen. Wer sich mit dem Thema tiefer befassen möchte, kann das außerhalb des Buches doch gerne tun. So war das einfach zu viel.
Und wo war bitte unsere geliebte Lisbeth? Mikael schön und gut, aber nur im Doppelpack sind die beiden doch perfekt. Die beiden sehen sich ganze ein mal im Buch und das ist am Ende. Das ist mir einfach entschieden zu wenig und sorgt für einen Sterneabzug. Das hat er für mich vermasselt.

Im Endeffekt bin ich aber doch ganz zufrieden mit dem Buch und werde sicherlich einen möglichen nächsten Teil auch lesen.





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