Samstag, 14. November 2015

BuddyRead: "Mathilde und der Duft der Bücher" - Anne Delaflotte


Mathilde und der Duft der Bücher
Anne Delaflotte

256 Seiten
Kindler Verlag
11. März 2011

Klappentext:
Ein guter Buchbinder liest nicht, hat Mathildes ­Groß­vater immer gesagt. Doch wie soll sie der V­ersuchung ­widerstehen? Da betritt dieser gutaussehende junge Mann ihre Werkstatt in dem kleinen Dorf in der Dordogne, in das sie vor kurzem gezogen ist. Und er überreicht ihr dieses geheimnisvolle alte Buch mit Brandspuren. Es enthält Zeichnungen und Aquarelle einer Tempelanlage im Wald. Beim Restaurieren entdeckt Mathilde außerdem eine im Rücken verborgene, handgeschriebene ­Namens­liste. Als sie den Spuren dieser Namen nachgeht, stößt sie auf ein Geheimnis aus der deutschen Besatzungszeit, das bis heute nachwirkt.

Welche Erwartungen hattest du?

R: Ich habe das Buch zufällig beim Stöbern in den preisreduzierten Mängelexemplaren entdeckt und irgendwie klang es gut. Wirklich große Erwartungen hatte ich aber nicht, außer der Tatsache, dass es um Bücher gehen soll.

S: Ehrlich gesagt hatte ich gar keine wirklichen Erwartungen an das Buch. Tatsächlich nur das, was der Klappentext verspricht.  Ich bin nur durch unsere 3letters Challenge auf dieses Buch aufmerksam geworden und wollte nur ein Buch lesen, in dem es um Bücher geht.

Welcher Charakter ist dir am sympathischsten und warum?

R: Diese Frage kann ich gar nicht so genau beantworten. Der Bäcker André war sehr sympathisch, aber auch der Uhrmacher, der Schuster und die Frau aus der Eisenwarenhandlung. Irgendwie mag ich den Zusammenhalt der einzelnen Ladenbesitzer in der kleinen Handwerkergasse.

S: Ich mochte André sehr, sehr gern. Seine Art sich um Mathilde zu kümmern, und das obwohl er ja eine Freundin hat, fand ich einfach so liebenswert und freundlich.

Hättest du Mathilde mit Ihrem Buch unterstützt oder ihr davon abgeraten?

R: Also neugierig wäre ich schon gewesen. Und ich glaube, wenn man der oder die letzte ist, die eine Person lebend gesehen hat, verstärkt das die Sache noch. Offensichtlich war ihm das Buch auch sehr wichtig, so wie er sich verhalten hat. Da würde ich es wahrscheinlich auch nicht dem Schicksal überlassen. was damit geschieht.

S: Da ich eher einer von der ängstlichen Sorte bin und es ja im Vorfeld nicht absehbar bist, was genau passieren wird, hätte ich ihr wahrscheinlich eher davon abgeraten. Spätestens dann auf jeden Fall, wenn die Ereignisse "gespenstiger" werden und die Gründe tiefer werden.

Der schönste Moment im Buch?

R: Das Buch lebt eigentlich nicht so von Hochs und Tiefs, sondern plätschert mehr oder weniger so vor sich hin. Schön and ich allerdings, als sie das Bauwerk von den Zeichnungen wirklich gefunden haben und sich herausstellte, dass die ganze Mühe nicht vergebens war.

S: Puh. Das kann ich so wirklich nicht sagen, denn solche "Hoch Momente" hatte man im Buch gar nicht.

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

R: Ich habe mir eigentlich etwas mehr von dem Buch erhofft. Mir hat ein bisschen Spannung gefehlt. Trotzdem kann ich nicht sagen., dass das Buch schlecht war. Da ich keine großen Erwartungen hatte, konnten diese auch nicht enttäuscht werden.

S: Meine Erwartungen konnten ja eigentlich nur übertroffen werden, schließlich habe ich nicht viel erwartet. Also ja, sie wurden erfüllt.



Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat, war, dass der Beruf des Buchbinders so wunderbar in den Vordergrund gestellt wurde. Ich finde dieses Thema sowieso sehr interessant, habe auch schon einem Buchbinder über die Schulter geschaut und damals in der Ausbildung ein Referat darüber gehalten.
Zudem gefiel mir der Zusammenhalt der einzelnen Handwerker in der Straße sehr gut. Dieses Miteinander fehlt vor allem in Großstädten enorm, wie ich in meiner Zeit in Berlin festgestellt habe. Da kannte man nicht einmal seine unmittelbaren Nachbarn.
Warum mathilde unbedingt die Familie des toten Buchbesitzers finden wollte, ist mir nicht so ganz klar geworden, aber wir tun bestimmt alle immer wieder Dinge, die für andere nicht nachvollziehbar sind. Von daher...
So richtige Spannung wurde im Buch nicht aufgebaut und ich fand es auch zwischenzeitlich ziemlich zäh, trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich die Geschichte schlecht fand.

 


Ich war wirklich positiv und angenehm überrascht von Mathilde und ihren Büchern. Die Autorin hat es geschafft nicht nur den Beruf des Buchbinders wundervoll zu beschreiben, sondern auch Mathilde und den Ort, wo sie lebt und die Menschen, von denen sie umgeben ist. Ich konnte mir das kleine Örtchen so schön bildlich vorstellen, dass ich regelrecht neidisch war. Ich möchte auch in dieser kleinen Nebenstraße wohnen und meine kleines Geschäft haben. Die Suche von Mathilde, also den Grund, warum sie diesen Fremden so gemocht hat, konnte ich bis zuletzt nicht ganz nachvollziehen und doch hat sich das Buch wirklich flüssig gelesen. Einen großen Spannungsbogen gab es nicht, alles passiert so vor sich hin aber die Beschreibungen der Autorin machen das Buch zu einem ganz liebevollen Schatz.




Wir wünschen euch noch ein wunderschönes restliches Wochenende.

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