Sonntag, 8. November 2015

Rezension: "Geschenkt" von Daniel Glattauer

Geschenkt
Daniel Glattauer

336 Seiten
Deuticke Verlag 
25. August 2014 

Inhalt:
Gerold Plassek ist Journalist bei einer Gratiszeitung. Bei ihm im Büro sitzt der 14-jährige Manuel, dessen Mutter im Ausland arbeitet. Er beobachtet Gerold beim Nichtstun und ahnt nicht, dass dieser Versager sein Vater ist. Gerold fehlt jeder Antrieb, die Stammkneipe ist sein Wohnzimmer und der Alkohol sein verlässlichster Freund. Plötzlich kommt Bewegung in sein Leben: Nach dem Erscheinen seines Artikels über eine überfüllte Obdachlosenschlafstätte trifft dort eine anonyme Geldspende ein. Das ist der Beginn einer Serie von Wohltaten, durch die Gerold immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt. Und langsam beginnt auch Manuel, ihn zu mögen … – Ein so spannender wie anrührender Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht.


Meine Meinung:

Nachdem dieses Buch kurz nach Erscheinen unbedingt bei mir einziehen musste, hat es nun doch wieder mehr als ein Jahr ungelesen im Regal geschmort.
Und wieder frage ich mich "WARUM?".
Schließlich mochte ich dich die vorangegangen Bücher Glattauers auch schon so gern. Ausnahme war "Ewig dein", welches ich als nicht so gut empfand.

Jedenfalls ist "Geschenkt" wieder ein wunderbares Buch!
Gerold ist mit sich selbst eher unzufrieden, kann sich aber auch nicht so richtig zu etwas aufraffen. Das ändert sich auch nicht gleich, als er erfährt, dass er einen Sohn hat, für den er nachmittags den Betreuer spielen soll, während seine Mutter im Ausland arbeitet.
Auch sein Sohn Manuel weiß nichts davon, dass Gerold sein Vater ist.

Als plötzlich Geldspenden an die von Gerold vorgestellten Sozialprojekte eingehen, wird die Sache spannend. Gerold kann sich das nicht erklären, aber für Manuel wird er langsam interessanter. So entwickeln sich die beiden zu einem einwandfrei funktioierenden Rechercheteam und vereinen dabei Spaß mit einem sinnvollen Nutzen.

Das Buch ist so schön geschrieben! Ich mag Glattauers Schreibstil unheimlich gern. kurzweilig und intelligent mit wunderbaren Wortspielen.

"Der Tag und ich verendeten in umgekehrter Reihenfolge in Zoltan´s Bar in der Schlachthausgasse. Zuerst war es noch zu früh, um an die Konsequenzen meiner Aktion zu denken. Und als der Zeitpunkt dafür beim besten Willen nicht mehr hinauszuschieben war, konnte ich zum Glück nicht mehr denken."

So etwa geht es die ganze Zeit und ich liebe das! Man wird beim Lesen, trotz Unterhaltungswert, auch  gefordert. Auspassen muss man nämlich schon, denn sonst verhaspelt man sich in solchen Sätzen :D

Kurz: Ein geniales Buch mit schönem Text und einer Handlung, die einen zum Schmunzeln bringt.
Ich kann es nur empfehlen.



 Viel Spaß dann noch mit den verbleibenden Sonntagsstunden!

Liebste Grüße





PS: Nickerchen oder lesen? ^^

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