Sonntag, 6. März 2016

[Thrillermärz] "Der Mann, der kein Mörder war" - Hjorth & Rosenfeldt



In einem Waldstück bei Västerås entdecken Kinder die Leiche eines Jungen – brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Der Tote ist schnell identifiziert: Roger war Schüler eines Elitegymnasiums und seit Tagen vermisst.Die Polizei vor Ort ist überfordert, und so reist der Stockholmer Kommissar Höglund mit seinem Team in die Provinz. Dort trifft er überraschend einen alten Bekannten: Sebastian Bergman, ein brillanter Kriminalpsychologe und berüchtigter Kotzbrocken. Seit Bergman Frau und Tochter bei einem Unglück verlor, hat man kaum noch von ihm gehört. Nun bietet er Höglund seine Hilfe an. Das Team zeigt sich wenig begeistert. Doch schon bald ist der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn in dem kleinen Städtchen Västerås gibt es mehr als eine zerstörte Seele ...

Da ich auf "Papierjunge" von Kristina Ohlsson warten musste, habe ich mit Bergman angefangen und hatte so meine leichten Schwierigkeiten wirklich reinzukommen. Ob das nun am Buch selbst, oder an mit lag weiß ich nicht genau, allerdings tippe ich schon auf letzteres.

Die Geschichte beginnt direkt mit dem Mord an dem Jungen. Wir lernen direkt den Mann, der kein Mörder war kennen und meine erste Einschätzung von ihm war: Sein Reden und Handeln hat irgendwie kindliche Aspekte. Die Leiche des Jungen wird dann während der großen Suchaktion von 3 Pfadfindern gefunden, was meiner Meinung nicht hätte sein müssen. Für den weiteren Verlauf der Geschichte spielen diese überhaupt keine Rolle mehr und daher war das für mich überflüssig. Nachdem die Polizei der Stadt sehr schnell an ihre Grenzen stößt, eilt die Reichsmordkommission zur Hilfe.
Zur gleichen Zeit betritt Sebastian Bergman seine alte Heimatstadt um schnellstmöglich sein Erbe, das Haus seiner Eltern, loszuwerden. Unfreiwillig bekommt er einiges der Ermittlungen mit, denn er wohnt neben einem der Hauptverdächtigen. Als Bergman, seelisch zerstört von dem Verlust seiner Frau und Tochter, geheime Briefe in den Unterlagen seiner Mutter findet, begibt er sich auf die Suche nach einer Frau. Doch die zu finden, gestaltet sich schwieriger als gedacht und so schleust er sich selbst in den Fall des ermordeten Jungen, um über die Polzeicomputer die Adresse von jener Frau zu bekommen. Als Profiler und Berater steht er nun dem Team um Höglund zur Seite, auch wenn sich die Meinungen über ihn hier sehr teilen.

Zur Mordgeschichte möchte ich sagen, dass ich die prinzipiell wirklich gut fand, allerdings war ich mit der Auflösung eher mäßig zufrieden. Für mich klang das einfach alles nicht ganz so logisch und glaubhaft. Sicherlich gibt es genug kranke oder verzweifelte Menschen auf der Welt, aber ich konnte das einfach nicht nachvollziehen, in Anbetracht meiner ersten Einschätzung des Mannes, der ja gar kein Mörder war.

Die Story um die Ermittler dagegen war positiv absurd. Hier passieren Wendungen, mit denen keiner rechnet und ich hab mir sagen lassen, das es genauso spannend weiter geht. Nur der Herr Bergman - den kann ich immer noch nicht einschätzen. Mal hatte ich mitleid mit ihm, dann war er mal einfach nur ein Arsch, dann fand ich ihn irgendwo ziemlich krank und im ganzen einfach sehr merkwürdig. Ich bin da wirklich sehr gespannt, ob wir noch auf eine Wellenlänge kommen werden.


Der erste Band um Sebastian Bergman war gut. Wenn ich mich erstmal aufraffen konnte zu lesen, flogen die Seiten wirklich dahin, so dass eben mal schnell 50 Seiten vorbei waren, ohne dass man das überhaupt begriffen hätte. Aber wie schon erwähnt, bin ich mit Bergman selbst nicht ganz wahr geworden und je mehr sich der Fall aufgeklärt hat, desto unzufriedener war ich. Nichts desto trotz war das Buch sehr spannend und ich hatte wieder mit zum Schluss keine Ahnung, wer denn nun der Mörder war.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Teilt eure Meiung mit uns