Donnerstag, 19. Mai 2016

[Rezension] "Forbidden" von Tabitha Suzuma



Eine große Liebe – voller Leidenschaft und gegen alle Vernunft Die sechzehnjährige Maya und ihr ein Jahr älterer Bruder Lochan kümmern sich um ihre drei jüngeren Geschwister, während ihre Mutter sich dem Alkohol und ihrem Liebhaber zuwendet. Verzweifelt versuchen die beiden, ihre Familie zu erhalten und kommen sich dabei immer näher. Sie wissen, was der andere denkt und fühlt, geben sich Halt und sind sich gegenseitig Trost. Eines Tages wird mehr aus ihrer Beziehung. Maya und Lochan wissen, dass sie etwas Verbotenes tun, aber ihre Gefühle sind stärker und sie können nicht mehr ohne den anderen sein. Denn: Wie kann sich etwas Falsches so richtig anfühlen?

Sensibel und eindringlich erzählt Tabitha Suzuma von einer bedingungslosen Liebe über alle Grenzen hinweg. Ein Tabuthema, dass bewegt, fesselt und lange nachklingt.


Diese Buch ist unglaublich, unbeschreiblich, unfassbar und unsagbar schön, toll, strange - wie auch immer.Was wir hier zu lesen bekommen ist auf so vielen Ebenen schwer zu verdauen. Ich habe mich so in diesem Buch verloren, dass ich fröhlich war, erleichtert, wütend, glücklich, mitfühlend und am Ende so unfassbar traurig war.

Die Thematik dieses Buches ist natürlich sehr harter Stoff. Die Liebe zwischen Geschwistern bzw. Familienmitgliedern wird in unserer Gesellschaft als unnormal angesehen und natürlich hat sowas auch genetische Folgen. Und natürlich könnte auch ich mir nie im Leben eine Beziehung zu meinem Bruder vorstellen. Aber Tabitha Suzuma hat hier etwas geschaffen, was meine Denkweise beeinflusst. Maya und Lochan - man weiß zwar die beiden sind Geschwister, aber man nimmt sie so nicht wahr, sondern wirklich, wie auch immer von Maya gesagt, als beste Freunde und sowieso als Team. Deswegen hat es mich auch nicht abgeschreckt als die beiden dann zu ihrer Liebe standen. Viel mehr war ich genauso frustriert und ängstlich wie die beiden. Ich dachte mir immer >Nein, was macht ihr denn, wenn euch jemand sieht?!< Es ist bei mir also ungelogen so gewesen, das ich direkt gefühlt habe, was die beiden fühlen, aber auch was die anderen drei Geschwister gefühlt haben, obwohl man davon nicht mal was erfährt.
Maya und Lochan haben mein größtes Mitgefühl. Aber am Ende hat mich Kit doch am allermeisten überzeugt. Mitten in der Pubertät beweist er die größte Stärke und ich bin einfach nur unendlich stolz und traurig.


Zu verschweigen, worum es in diesem Buch geht, finde ich unpassend. Man sollte wissen worauf man sich bei der Geschichte einlässt. 

Dieses Buch hat mich, beim ersten mal Lesen, emotional in ein tiefes Loch gerissen, muss man schon so sagen. Und auch ein folgendes Buch, mit leichter Lektüre änderte nichts daran. Ich liebe es! Und ich liebe es auch jetzt noch, nach dem zweiten mal Lesen. 



1 Kommentar:

  1. Hallo Sanni,
    ich habe das Cover schon mal gesehen, wusste aber gerade nicht so genau, worum es in dem Buch geht.
    Die Thematik ist natürlich eine sehr schwierige. Gerade aus Sicht des Autors empfinde ich es als mutig sich an dieses Thema heranzuwagen. Umso erfreulicher ist es, dass es T. Suzuma gelungen ist dich als Leser zum Nachdenken zu bewegen und die Liebe glaubhaft herüberzubringen.
    Du hast mich sehr neugierig gemacht. Das Buch wandert auf die Wunschliste :o)
    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

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