Donnerstag, 30. Juni 2016

[Rezension] "Nele & Paul" von Michel Birbaek


Nele und Paul lieben sich. Schon immer. Zusammen aufgewachsen und alles zusammen entdeckt: das Dorf, das Leben, die Liebe. Für Paul könnte es immer so weitergehen, doch Nele will irgendwann mehr. Raus aus dem ländlichen Mief, in die große weite Welt. Paul muss sich entscheiden - und bleibt auf dem Dorf bei seiner behinderten Mutter. Neun Jahre später ist Nele plötzlich wieder da, der Traum von der großen Karriere geplatzt. Sie will nur ein paar Tage bleiben, um ihr Elternhaus aufzulösen und dann irgendwo neu anzufangen. Doch Paul hat seine Lektion gelernt. Ein zweites Mal wird er seine große Liebe nicht gehen lassen. Aber Nele ist nicht mehr das Mädchen von damals. Irgendetwas hat sie verändert. Paul würde alles geben, um sie wieder glücklich zu sehen. Doch vielleicht ist nicht einmal seine Liebe groß genug, um sie zu retten.
(Quelle




Wieder ein wunderbares Buch von Michel Birbaek. Dieses mal geht es also um Nele & Paul. Zwei Menschen die sich schon ihr gesamtes Leben lang kennen. Wie der Klappentext schon sagt, ist Nele vor 9 Jahren gegangen um die große, weite Welt zu entedecken, ist gescheitert und nun wieder zurück im Dorfleben, wenn auch nur vorübergehend. Sie lebt nun bei ihrem alten Freund Paul, seiner körperlich behinderten Mutter Mor und seinem Hund November (der übrigend ganz große Klasse ist). Und sie ist auch nur da, um das Elternhaus zu renovieren und dann zu verkaufen. Dabei kommen mit der Zeit immer mehr Ungereimtheiten ans Tageslicht und diese müssen natürlich erforscht werden.

Das unbeschwerte Dorfleben wurde wunderbar eingefangen und man fühlt sich, als wäre man ein Teil davon. Gerade wenn man nicht aus der Großstadt kommt, weiß man dieses Aspekt zu schätzen. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Angefangen natürlich bei Nele & Paul aber auch Pauls bester Freund und Kollege Rocko und dessen Freundin Anita, aber auch die weise Mor und der überaus heldenhafte November - man liebt sie einfach alle und fühlt sich bei ihnen gut aufgehoben.



In den Geschichten von Michel Birbaek gab es bisher immer eine Portion Romantik, die aber nie zu kitschig wirkt, denn die Romanze steht nicht im Vordergrund. Die Geschichten haben auch immer einen gewissen Ernst mit drin, aber auch Humor und diese Mischung macht die Bücher zu etwas ganz besonderem. Und obwohl man sich sicher ist, das Ende zu kennen, kommt es am Schluss doch ganz anders. Besonders ist auch - die Kapitelzahlen bilden einen Countdown. Das letzte Kapitel ist also Kapitel 0. 




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