Sonntag, 12. Juni 2016

[Rezension] "Wetten, dass wir uns lieben?" von Orna Landau


Nach zwanzig Jahren Ehe haben sich so manche Wünsche und Träume dem Alltag gebeugt - eine ernüchternde Wahrheit auch für Sarah. Und doch hatte sie sich ihren Geburtstag anders vorgestellt: Ihr Mann Ben meint, sich auch um die Romantik nun nicht mehr bemühen zu müssen, denn mit 45 habe sie ohnehin keine Chancen mehr auf einen Anderen. Sarah ist verletzt und empört, und sie wettet, dass ihr "Marktwert" dem seinen in nichts nachsteht. Ben zögert nicht lange und schlägt ein. Die Regeln sind einfach: 1) Die Wette bleibt geheim. 2) One-Night-Stands sind nur mit Fremden erlaubt. 3) Liebesaffären sind tabu.
Als die beiden sich auf eine dreimonatige Beziehungspause einlassen, ahnen sie noch nicht, dass sie jede der drei Regeln brechen werden.
(Quelle)

Diese Büchlein lachte mich eine Weile lang auch immer wieder an, also ließ ich es irgendwann bei mir einziehen. (Dafür vielen lieben Dank an den Atlantik-Verlag/HoCa-Verlag )Schlimm ist es ja immer, wenn man mehrere Bücher hier auf dem Stapel liegen  hat, die man am liebsten gleichzeitig lesen möchte und man aber die Qual der Wahl hat...

Jetzt war das Buch aber an der Reihe ;)

Die Thematik an sich finde ich gar nicht so einfach. Zum einen hatte ich schon zu Beginn des Buches das Gefühl, dass sich Sarah und Ben zwar irgendwie lieben, aber gar nicht mehr wirklich respektieren. Sie nehmen sich als selbstverständlich hin, was man wirklich niemals tun sollte. Ich denke, egal wie lange man mit seinem Partner zusammen ist, sollte man sich doch immer wieder bemühen, ihm/ihr kleine Freuden zu machen, die nach Möglichkeit auch mal aus der Routine ausbrechen.

Jedenfalls fühlt sich Sarah von Ben - berechtigterweise - in ihrem Stolz verletzt, woraufhin sie leichtsinnig diese komische Wette vorschlägt, auf welche Ben sich meiner Meinung nach etwas zu enthusiastisch einlässt.

Es kommt wie es kommen muss... die Wette läuft letztendlich nicht ganz so, wie sich die beiden das vorgestellt haben, aber vor allem sind auch beide eifersüchtig und merken, dass sie gar nicht so leicht verzeihen können.

Das Ende fand ich irgendwie sehr abgehackt und ich habe immernoch das Gefühl, als würde da einfach ein Stück fehlen, dass die Handlung mit dem Ende verbindet.


Ich hatte von diesem Buch irgendwie mehr erwartet. Vielleicht mehr Witz oder Selbstironie. Letztendlich überwogen gekränkter Stolz und eine Art Selbstmitleid und auch zu den beiden Protagonisten konnte ich keine richtige Bindung aufbauen.

Trotzdem kann man das Buch wirklich gut lesen und es ist unterhaltsam. Mir jedoch hat es nur wieder gezeigt, dass man eben doch an Beziehungen arbeiten muss und man füreinander da sein und sich respektieren muss. Vielleicht ist das ja auch das Anliegen der Autorin ;)


Ich hoffe, euch kann oder konnte das Buch mehr überzeugen.

Ganz liebe Grüße und noch einen schönen (Fußball-)Sonntag!!

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