Mittwoch, 13. Juli 2016

[Rezension] "Mein Leben nebenan" von Huntley Fitzpatrick


Alice Garretts Leben besteht aus To-do-Listen und Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister. Nichts passt weniger in ihr Leben als der zu Hause rausgeflogene Loser-Freund ihres Bruders Tim. Ein Schulabbrecher mit jeder Menge Problemen – ausgerechnet er zieht nun über der Garage der Garretts ein. Tims Planlosigkeit geht Alice so was von auf die Nerven – und gleichzeitig fühlt sie sich immer wieder magisch zu ihm hingezogen ... Erzählt in zwei unverwechselbaren, entwaffnend ehrlichen Erzählstimmen ist dies eine Geschichte vom Scheitern, Aufstehen und Alles-Riskieren. Und die Geschichte einer sehr besonderen Liebe.



Zurück bei den Garrets. Dieses mal steht Alice im Fokus und mit ihr Tim, ein Freund Ihres Bruders. Die Geschichte startet so ziemlich nahtlos nach "Mein Sommer nebenan". Das bedeutet, das Mr. Garret noch im Krankenhaus liegt, nachdem Samathas Mutter ihn angefahren hat. Zu Hause ist es also alles andere als einfach bei einer solche großen Familie. Und dann kommt auch noch das Problemkind Tim und schnappt Alice die Wohnung über der Garage weg. Das passt ihr eigentlich überhaupt nicht, aber es liegt im Blut der Familie zu helfen wo man kann.

Das ist auch einer der Gründe, warum mir Alice sofort wieder sympathisch war. Die komplette Familie ist ein wahrer Schatz. Alice kämpft sich jeden Tag durch, arbeitet im Baumarkt, hütet die kleinen Kinder und schafft es nebenbei auch noch irgendwie eine Beziehung zu führen, auch wenn sie diese dann ziemlich schnell in den Sand setzt. 

Auch Tim war mir sofort sympathisch. Der Rebell aus der gut situierten Familie, der es jede Woche aufs neue schafft sich sein Leben zu ruinieren. Die Geschichte beginnt bei ihm, als sein Vater ihn sozusagen aus dem Haus wirft und ihm eine Frist von 4 Monaten setzt um sein Leben auf die Reihe zu bekommen. 

Wer hier eine einfache Liebesgeschichte erwartet, irrt sich gewaltig. So wie ich. Mal wieder. Tim wird vor eine gewaltige Aufgabe gestellt und wie er damit umgeht und sie bewältigt ist einfach nur erstaunlich. Und auch von Alice wird einiges abverlangt und sie muss lernen mit einigen Dingen klar zukommen.
 

Ein wunderbares Wiedersehen mit der Familie Garret. Eine unglaublich starke und herzliche Familie bei der man sich auch als Leser absolut Willkommen fühlt. Die Geschichte um Alice und Tim ist abwechselnd aus ihrer und seiner Sicht geschrieben, wobei hier sogar die Schriftarten wechseln, was ich als äußerst angenehm empfand. Wie auch schon im ersten Teil, wird hier nicht nur eine einfache, junge Romanze beschrieben. Die Probleme sind größer und wichtiger als man erwartet, die Thematik schwerer und doch bleibt die Geschichte durch ihre liebevoll ausgearbeiteten Charaktere locker. Lest den ersten Teil "Mein Sommer nebenan", falls ihr es noch nicht getan habt und dann lest auch diesen Teil. Ihr werdet es nicht bereuen





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