Samstag, 13. August 2016

[BuddyRead] "Die Toten, die niemand vermisst" von Hjorth & Rosenfeldt



In den Bergen von Jämtland stürzt eine Wanderin ab. Sie überlebt. Jemand anderes hatte dafür weniger Glück: Aus der Erde vor ihr ragen die Knochen einer Hand. Die Polizei vor Ort birgt sechs Leichen, darunter die zweier Kinder. Alle per Kopfschuss getötet.

Stockholm wird um Verstärkung gebeten, und Kommissar Höglund reist mit großem Tross in die Provinz. Doch die Ermittlungen stehen unter keinem guten Stern. Den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman plagen private Probleme, Spannungen belasten das ganze Team. Und auch der Fall entpuppt sich als kompliziert. Die Identität der Toten gibt Rätsel auf, niemand vermisst sie.

Als Höglund und Bergman endlich auf eine brauchbare Spur stoßen, schaltet sich der schwedische Geheimdienst ein...


Welche Erwartungen hattest du?

R: Da Sanni das Buch schon gelesen hatte und nicht so richtig begeistert war, habe ich meine Erwartungen ziemlich weit nach unten geschraubt, obwohl ich die ersten beiden Teile der Sebastian Bergman-Reihe wirklich gut fand.

S: Ach was hatte ich für große Erwartungen. Die Geschichten um Bergman konnten mich bisher immer mitreißen. Sie waren für mich Ausgleich zu meinen immer gleichen Romanen.


Welcher Charakter ist dir am wenigsten sympathischsten und warum?

R: Das ist irgendwie schwer zu sagen. Irgendwie haben die Protagonisten da alle ziemliche Macken und ich könnte mich da jetzt nicht festlegen, wen ich da am ehesten ertragen könnte :D
Aber ich mag den Anti-Helden Sebastian nach wie vor, obwohl er sich auch in diesem Buch wieder sehr grenzwertig verhält.

S: Ellionor ganz klar. Diese Frau nervt mich immer mehr. Und auch Sebastian Bergman, ausgerechnet die Hauptfigur, sinkt in meinen Augen immer mehr. Erinnert mich ein bisschen an Dr. House. Der totale Grießgram und trotzdem ist er total beliebt.

Konntest du dieses Mal einen Täter konkret verdächtigen?

R: Nicht so richtig. Die Geschichte war ganz schön verstrickt. Ich hatte ein paar mögliche Täter eingekreist, aber festlegen hätte ich mich erst einmal nicht können.

S: Nein dazu kam es leider nicht.

Der schönste Moment im Buch?

R: Sebastian wie er sich um Vanja kümmert, als sie bei ihm übernachtet. Das hat irgendwie seine einfühlsame Seite gezeigt.


S: Die Geschichte um Sebastian und Ursula - da bin ich gespannt, wie es sich entwickelt.

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

R: Dadurch, dass meine Erwartungen ja nicht sehr groß waren, hat mich das Buch dann wirklich positiv überrascht. Ich fand es nicht langweilig, sondern im Gegenteil wirklich spannend.

S: Nein! Nein, nein, nein! Das Buch hat mich gelangweilt, denn privat passiert nicht viel bei Bergman und auch die Ermittlung ist nicht so aufregend gewesen.



Ich habe das Buch ja dann doch eine ganze Weile vor mir her geschoben. Zuerst, weil ich nicht so Lust auf einen Thriller hatte und dann, weil Sanni ihn total langweilig fand und fast 700 Seiten Langeweile haben mich enorm abgeschreckt. Aber da wir ja den Artikel zusammen schreiben wollten, habe ich mich dann durch gerungen und angefangen und ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht einen kleinen Moment lang Langeweile beim Lesen verspürt habe! Ich kam langsam voran, aber das lag an den äußerlichen Umständen und meiner immer noch währenden Unlust auf Thriller. Die Geschichte an sich war klasse gemacht. Es gab so viele Verstrickungen und Handlungsstränge, wo ich zuerst überlegt habe, wie das denn noch alles zusammenkommen kann, aber das hat am Ende doch ganz gut funktioniert. Und dann gibt es natürlich zu meinem Leidwesen noch einen ganz üblen Cliffhanger, durch den ich mich jetzt ein wenig unter Druck gesetzt fühle, den nächsten Teil zu lesen... ^^
Ich fand das Buch jedenfalls toll. Die Protagonisten entwickeln sich in diesem Band wieder um einiges weiter und ich bin neugierig, wie das mit der Zusammenarbeit alles weitergeht.




Oh was war ich froh, als dieses Buch endlich beendet war. Teil drei der Bergman Reihe hat mich wirklich absolut getäuscht und absolut gelangweilt. Die Ermittlung - gefundene Leichen in einem Hang, die aber augenscheinlich niemand vermisst, war schleppend und konnte mich einfach nicht mitreißen. Da hat mir sie Spannung gefehlt. Das gute an Bergman ist ja sein Privatleben, aber auch das war einfach nur nervig in diesem Teil und hieß Ellionor. Diese Frau, die sich einfach in sein Leben gedrängelt hat und jetzt nicht mehr verschwindet. Im ganzen Buch dreht es sich um Ellionor. Dabei liegt doch der Hauptfokus auf Sebastian und Vanja. Aber gut, es ist wie es ist. Nur den letzten Seiten ist es zu verdanken, das ich auch Teil 4 lesen werde, denn das Buch endet mit einem wahnsinns Cliffhänger und wäre der nicht gewesen, hätte ich wahrscheinlich noch weniger Sterne gegeben.




Genießt den Tag
Eure

1 Kommentar:

  1. Hallo ihr beiden!

    Schön, wie ihr mit den Meinungen auseinander geht *lach*
    Ich hab alle Bände der Reihe schon gelesen und fand den dritten am schwächsten. Aber insgesamt ist es einfach genial und ich hoffe sehr, dass die Fortsetzung bald kommt. Ich will unbedingt (!!!) wissen, wie es weitergeht :D

    Liebste Grüße, Aleshaene

    AntwortenLöschen

Teilt eure Meiung mit uns