Samstag, 1. Oktober 2016

[Rezension] "Alles in Buddha" von Victoria Seifried


Voll erleuchtet? Das ist Mia Meinecke bestimmt nicht, doch alles läuft bei ihr perfekt – bis sich ihr Leben dazu entschließt, den Bach runterzugehen. Ihr Freund Mark trennt sich plötzlich von ihr, vor lauter Kummer blamiert sie sich vor ihrem Freundeskreis, und dann wird sie auch noch wegen eines dummen Missverständnisses fristlos gekündigt! Mia muss dem Chaos entfliehen und beschließt, mit ihrem besten Freund Hugo für drei Wochen um die Welt zu reisen. Damit nach ihrem großen Trip wieder alles besser läuft als vorher, schließen die beiden eine Wette ab: Mia muss ihren Herzschmerz besiegen, und Hugo soll mit knapp dreißig endlich entjungfert werden. Doch die beiden haben die Rechnung ohne das Leben gemacht.
Auf dieses Buch bin ich - mal wieder - durch das Cover aufmerksam geworden, welches ich wirklich wunderschön finde.
Aber auch der Klappentext hört sich nicht schlecht an und deswegen habe ich das Buch als Rezensionsexemplar angefragt - und bekommen.

Im Buch treffen wir auf Mia und Hugo.
Mia wird von ihrem Freund verlassen und kurz später fristlos gekündigt. Hugo ist irgendwie ein armer Tropf, dessen Selbstbewusstsein auf einen Teelöffel passt.

Blöd ist es, wenn einem beide Hauptprotagonisten von Anfang an unsympathisch sind und man dann auch im Verlauf der Geschichte nicht mehr so richtig mit ihnen warm wird. Ich meine, Mia tat alles, um bei ihrem Ex im positiven Licht dazustehen. Kein Fehler, alles perfekt. Sie, ihre Kleidung, ihre Wohnung. Für mich von Anfang an ein total unpersönlicher Roboter. Und als sie dann im Hotel in Paris ein Glas Wein mit einem französischen Kellner trinkt, wird auch dem letzten klar, dass sie ein bisschen sehr arrogant erscheint.
Hugo ist nicht ganz so schlimm, aber eben doch irgendwie ein Freak. Mit so jemandem hätte ich auch nichts zu tun haben wollen.

Was ich auch unmöglich finde, ist die Sache mit Marie - das ist Hugos Kater. Soll wahrscheinlich witzig sein, ich finde die Idee der Namensgebung einfach nur dämlich. Naja...
Jedenfalls geht er mit auf Weltreise. Paris - Las Vegas - Seoul. Hey! Logisch! Jede Katze sollte mal auf Weltreise gehen, oder? Völliger Schwachsinn. Jeder Haustierbesitzer mit ein bisschen Grips in der Birne hätte seinem geliebten Vierbeiner niemals so etwas zugemutet! Völlig unverantwortlich!

Geschrieben ist das Buch ganz gut. Es lässt sich schnell und flüssig weglesen, was nur leider nicht viel nutzt, wenn die Story einfach nicht passen will.

Ob Mia und Hugo ihre Wetten verlieren oder ob sie auf ihrem Selbstfindungstrip versagen, müsst ihr im Zweifelsfall alleine rausbekommen. Eine Leseempfehlung kann ich an dieser Stelle nicht unbedingt aussprechen, aber vielleicht empfindet ihr das Buch ja anders als ich.


Mehr Sterne sind da irgendwie leider nicht drin.


Jetzt werde ich mal überlegen, welches Buch ich mir als nächstes vornehme :)
Ich wünsche euch ein schönes langes Wochenende!

Ganz liebe Grüße


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