Samstag, 5. November 2016

[BuddyRead] "Die Menschen, die es nicht verdienen" von Hjorth & Rosenfeldt



Gerade noch hatte Mirre den Erfolg vor Augen, jetzt ist der Fernsehstar tot. Hingerichtet, mit einem Bolzenschuss in den Kopf. Seine Leiche findet man in einem Klassenzimmer, an einen Stuhl gefesselt, einen Fragebogen auf den Rücken geheftet. Mirres Leistung: mangelhaft. Er hat nicht bestanden. Und sein Tod ist nur der Anfang.
Während Kommissar Höglund von der Reichsmordkommission nach Spuren in Mirres Umfeld sucht, stößt Kriminalpsychologe Sebastian Bergman auf eine andere Fährte. Jemand spottet über die fehlende Bildung von Menschen, die im Rampenlicht stehen. Die Vorbildfunktion haben sollten, aber keine Vorbilder sind. Die ihren Erfolg nicht verdienen.
Sebastian will den Mörder aus der Reserve locken und ihn mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Ein tödlicher Fehler …
Welche Erwartungen hattest du?

R: Nach dem unglaublich guten Band 4 hatte ich natürlich recht hohe Erwartungen. Da musste ich direkt Band 5 lesen.

S: Ganz, ganz, ganz hohe sogar. Nach dem überwältigendem 4. Band, der mich einfach total mitgerissen, wollte ich sofort und auf der Stelle weiterlesen.

Jetzt sind schon 5 Bände vorbei - bist du von dem familiären Drama um Sebastian langsam genervt?

R: Also das zwischen Sebastian und mir... das ist echt eine totale Hassliebe. Und ich entwickle immer mehr Abneigung gegen Vanja. Die ist so ein richtig störrischer Esel. Und ihre Mutter ist einfach nur bekloppt. Ich weiß auch nicht. Teilweise bin ich echt genervt, auf der anderen Seite möchte ich auch wissen, wie sich das ganze Drama weiterentwickelt.

S: Nein genervt nicht. Mittlerweile ist ja auch ziemlich viel geklärt. Stattdessen dreht sich der Mittelpunkt der Geschichte ja gerade irgendwie und deswegen bleibt es spannend bei den Ermittlern.

Warst du dieses mal schlauer als die Polizei?

R: Nö. Wie denn auch. Man hatte ja von dem Täter nur mal kurz nebenbei in einer Erwähnung etwas gehört. Also wer da drauf gekommen ist, muss dann doch ein Hellseher sein.

S: Ne und ich finde, das war dieses mal auch nicht so wirklich zu schaffen. Der Täter war ja völlig bezuglos zu den Ermittlungen und überhaupt stand in diesem Teil der private Teil der Geschichte auch absolut im Vordergrund.

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

R: Band 5 war jetzt nicht so unglaublich gut wie Band 4, aber spannend war er trotzdem. Also wurden meine Erwartungen zwar nicht komplett erfüllt, enttäuscht bin ich aber auch nicht.

S: Irgendwie nur teils teils. Mitreißen wie der 4. Band konnte es mich leider so gar nicht und doch gehe ich nicht enttäuscht aus dem Buch heraus.



Also mal ganz ehrlich... Der Täter in diesem Buch setzt darauf an, dass Dummheit zu heutigen Zeit verdammt gut vermarktbar ist. Und da kann ich ihn zu mehr als 100% verstehen! Mach den Fernseher an und das Fremdschämen geht automatisch los, weswegen ich dann doch lieber gezielt Filme und Serien auf Amazon Instant Video oder DVD schaue. Ich kann mir das Fernsehprogramm einfach nicht ansehen, ohne die komplette Hasskappe zu bekommen. Also: der Täter hat diesbezüglich meine Sympathie.
Wie er jedoch seine Ziele versucht umzusetzen, kann ich dann doch nicht so richtig gutheißen. Ich meine, wenn ich mir so ein paar C-Promis ansehe, wäre das nicht unbedingt ein Verlust (ich bin echt böse gerade, oder? Oo), aber richtig ist es deswegen ja noch lange nicht.
Die Geschichte um den Fall herum wird gerade teilweise etwas makaber, was mich doch ein bisschen stört. Und da meine ich gerade nicht Sebastian. Ich möchte aber nichts weiter verraten.
Trotzdem mag ich die Teamarbeit der Ermittler. Jeder kennt seinen Platz, es läuft alles zusammen... Das einzige, was ich nicht verstehe, ist wieso Torkel so erpicht darauf ist, auf Vanjas Wünsche einzugehen und Sebastian eiskalt auflaufen lässt. Da hätte meiner Meinung nach ein Machtwort hingehört. Privates hat bei der Arbeit nichts zu suchen, auch wenn es noch so heftig ist.
Ich schimpfe irendwie die ganze Zeit, dabei war das Buch doch echt gut^^



Auch der 5. Band der Reihe konnte mich (allerdings nicht ganz restlos) überzeugen. Ich mag die Ermittlungen, wie das Team zusammen arbeitet. Jeder hat seine Position und jeder kann sich auf den anderen verlassen. Doch gerade die privaten Hintergründe der Ermittler machen die Geschichten zu etwas besonderem. Nun, da die Geschichte um Vanja und Sebastian so ziemlich geklärt ist, kommen neue Dinge hinzu, die mich vor Spannung fast platzen lassen. Punktabzug gibt es hier nur, weil mich auch der Fall des Serienmörders absolut nicht mitreißen konnte. Und das obwohl das der bisher schwerste Fall des Teams ist. Kranker Typ, aber die Ermittlung plätscherte nur so vor sich hin, leider.


Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Rowolth Verlag bekommen. Vielen Dank dafür. :)



Habt alle ein wunderbares Wochenende!
Liebe Grüße

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