Mittwoch, 16. November 2016

[Rezension] "The real thing" von Samantha Young


Jessica Huntington ist Ärztin und arbeitet in einem Frauengefängnis. Sie hangelt sich von einer losen Beziehung zur nächsten. Eines Tages entdeckt sie nie abgeschickte Liebesbriefe einer ehemaligen Insassin. Sie folgt der Adresse auf den Umschlägen nach Hartwell, Delaware, einem kleinen gemütlichen Ort an der Ostküste der USA. Dort stolpert sie in Cooper Lawsons Bar am Boardwalk von Hartwell und kurz darauf in sein Herz. Vom ersten Moment an herrscht zwischen den beiden eine explosive Anziehungskraft. Denn Cooper ist so ganz anders als die arroganten Ärzte, die Jessica sonst sporadisch datet, nämlich ehrlich und direkt. Und dabei auch noch verdammt sexy. Aber Jessica will und kann Cooper nicht ganz an sich heranlassen. Zu viel ist in ihrer Vergangenheit geschehen, ihre Familie ist zerrüttet. Und auch Cooper ist vom Verrat durch seinen besten Freund traumatisiert. Doch Jessica und Cooper können sich gegenseitig Halt und Liebe geben. Sie müssen es nur erst noch begreifen…

In einem Gefängnis werden Liebesbriefe gefunden, die wahnsinnig herzzerreißend sind, aber nie abgeschickt wurden. Die Single Frau Jessica möchte diese nun ihrem rechtmäßigem Besitzer übergeben. Das fängt ja schon mal gut an und klingt wirklich ganz anders, als die anderen Bücher der Autorin. Doch letztendlich ist es gar nicht so anders, wie man vielleicht denkt.

Bereits am Anfang wird klar, das Jess' soziales Leben praktisch gar nicht vorhanden ist. Sie hat ihre Arbeitskollegen, die nicht wirklich mehr sind, als eben das. Und sie hat Andrew (oder war es Matthew?), ihren besten Freund, der aber kilometerweit weg wohnt. Quasi unerreichbar. Ach und der eine Freund mit gewissen Vorzügen, nur das die beiden nicht mal Freunde sind. Und nun macht diese Frau Urlaub in Hartwell, dem Ort wo George wohnt. Der Mann, für den die Briefe sind.

In Hartwell, auf der kleinen Promende am Strand  sind alle eine Familie. Es gibt Dahlia im Souvenir Laden, Emery im Café/Bibliothek, Iris und Ira uím Restaurant, Cooper in der Bar und natürlich das idyllische Hart's Inn. Das Herzstück der Promenade mit seiner Besitzerin Bailey. Und alle zusammen sind fantastisch. Sie nehmen und verschlingen Jess quasi und machen sie auf Anhieb zu einer von Ihnen. Und obwohl das sehr im Kontrast zu ihrem bisherigem Leben steht, fühlt man sich direkt mit wohl. Samatha Young hat hier eine sehr warme Umgebung geschaffen, die einen regelrecht verzaubert.

Und damit das ganze auch schön rund wird, sieht der gute Cooper natürlich Klasse aus und ist rundum ein Traumtyp. Und Jess' wäre eine langweilige Figur, wenn sie nicht auch ein Geheimnis hätte. Hier habe ich doch irgendwie was anderes erwartet bei der Auflösung, aber nun gut. Hier und da noch ein paar Intrigen und eine Prise Eiferusucht - Fertig.



Wie ich ja bereits sagte, habe ich schon gehört, das sie Geschichte etwas ganz anderes ist, als das bisher geschriebene. Ich selbst habe ja nur die Edinburgh Love Storie und die "Into the Deep" Bücher gelesen. Letzteres lasse ich mal ganz weg. Prinzipiell war das ganze schon irgendwie anders, aber dann doch irgendwie nicht. Wie schon in Edinburgh, gibt es hier eine Gemeinschaft, die Zusammenhält und neidisch machen kann. Man kann sich fallen lassen, als wäre man Teil der Clique und schon aus diesem Grund hat mir das Buch gut gefallen. 





Kommentare:

  1. Hi Sanni,

    "Into the Deep" kann ich auch irgendwie nicht einordnen bzw. sagen, warum es mir nicht so gefällt. "The Real Thing" liegt noch ungelesen bei mir, aber ich freue mich schon sehr darauf. Deine Rezi hat genau das ausgedrückt, was ich auch bei Samantha Young fühle - es ist wie beim Heimkommen zur Familie.

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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    1. Ja das ist tatsächlich so. Und gerade hier in Hartwell ist dieses Gefühl noch mal ganz besonders finde ich. :)

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