Samstag, 19. November 2016

[Rezension] "Wenn du mich brauchst" von Jana Frey


Skys Leben? Das ist ihre verrückte Mutter Rosie, die im windschiefen Haus in Südhollywood meditiert. Das ist ihr melancholischer Bruder Moon, der nur seinen Olivenbaum und seine Gedichte liebt. Und Gershon, der so anders ist als alle Jungen, die Sky kennt. Dann wirbelt ein Schicksalsschlag Skys Leben durcheinander. Und plötzlich steht sie vor Entscheidungen, die alles ändern werden.


Diese Buch war eines der weniges Bücher, die ich nur wegen des Covers gekauft habe. Mittlerweile scheint es davon eine Neuauflage zu geben, was ich wirklich schade finde, aber mein Cover seht ihr im Bild oben und sicher könnt es ihr es nachvollziehen. Klar hatte ich mir den Text auch durchgelesen, aber der war bestimmt nicht ausschlaggebend. Ziemlich lange stand es jetzt im Regal, aber an diesem Tag hatte ich einfach Lust darauf, genau dieses Buch zu lesen. Ich wollte vor allem irgendwas lesen, bei dem ich unvoreingenommen bin, weil man davon noch nichts gehört hat. So wie ich eben bei diesem Buch. Aber genug zur Vorgeschichte, kommen wir endlich zum Hauptteil:

Der Klappentext verrät ja eigentlich überhaupt nichts über die Geschichte, fällt einem auf, wenn man das Buch nun gelesen hat. Von daher bin ich gerade wieder in der Bredouille, was ich erzählen kann und was nicht. Punkt ist, neben Sky und ihrer Familie gibt es auch noch Hannah und ihre Familie. Die einen sind Juden und die anderen deutschstämmige. Beide Familien könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch dann braucht die eine dringend Hilfe von der anderen. Und plötzlich gerät tatsächlich alles aus der Bahn und alle sind involviert. Der hochjüdische Bruder von Hannah, Skys melodramatischer Bruder Moon, die Deutschen (Großeltern) aus Hamburg, und dann auch noch die Großeltern aus Tel Aviv und auch die saufende, stillschweigende Uroma. Alle tragen ihren Teil zur Geschichte bei und stürzen sich mit ins Chaos. Und neben der Kippa und den Lach-Therapien ist das Thema des Buches doch ziemlich ernst. Und mehr kann ich leider nicht sagen.



Ich mochte alle Protagonisten des Buches (außer Moon) sehr, denn sie alle runden die Geschichte ab. Ich habe mich wohlgefühlt und auch der Schreibstil der Autorin gefiel mir, war sehr flüssig. Die Geschichte selbst, hat man hier und da auf jeden Fall schon mal gehört, aber es kommt ja auf die Art und Weise an, wie sie ein Autor wiedergibt und Jana Frey konnte mich überzeugen. Hier habe ich also ein richtiges Schätzchen aus dem Regal gezogen. :)



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