Freitag, 13. Januar 2017

[Rezension] "Die geheimen Worte" von Rebecca Martin


Wenn die Liebe verbotene Wege geht
Bad Kreuznach, 1840: In der aufstrebenden Kurstadt verlieben sich die Schwestern Anne und Sophie in den englischen Gast James Bennett. Es ist für beide der Beginn einer heimlichen Leidenschaft: Anne ist verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter, während die viel jüngere Sophie ihr Leben selbstbestimmt gestalten möchte. Die Katastrophe ist unausweichlich, als James beide Schwestern zurückweist. Erst vier Generationen später kommt ans Licht, was damals geschah …


Ach was bin ich froh endlich mit dem Buch durch zu sein. Ich hab mich echt schwer damit getan und entsprechend lange gebraucht. Blöderweise. 

2 Generationen. Anne und Sophie im 19. Jahrhundert, die sich beide in den geheimnisvollen Engländer James Bennet verlieben. James verrät z.B. nicht warum er sich überhaupt in Deutschland aufhält. Er erzählt nur Bruchstücke aus seinem Leben. Vorerst versucht er es noch beiden Frauen recht zu machen, doch im späteren Verlauf entscheidet er sich für sein eigenes Glück.

Marlenes Geschichte spielt fast 100 Jahre später. Sie ist eine Frau, die sich nichts vorschreiben lassen will und so lässt sie ihre Verlobung mit dem Sohn des Geschäftspartners ihres Vaters platzen und will ihr Glück in den Armen von dem Künstler Adrian finden. Ihre Mutter aber gibt ihr ein Buch, in dem die Geschichte Ihrer Vorfahren Anne und Sophie niedergeschrieben ist - die geheimen Worte - und das bringt sie ins grübeln.

Stellenweise waren die Handlungen der Protagonisten einfach nicht nachvollziehbar und auch die Protagonisten selbst waren, wenn auch gut ausgebaut, eher leblos dargestellt. Ich bin mit keinem wirklich warm geworden. Der Verlauf der Geschichte, beispielsweise stundenlange (und damit seitenlange) Spaziergänge, bei denen sich heimlich der ein oder andere Blick zugeworfen wurde, waren mit der Zeit einfach unglaublich ermüdend. Höhepunkt war wohl das tragische Ereignis 1840 dar, wobei schon die Auflösung um Bennets Geheimnis wieder sehr unzufriedenstellend war. Viel zu kurz gehalten, dafür das es "so groß" war.



Leider ist es nach "Die verlorene Geschichte" eine herbe Enttäuschung und hat mich auch erstmal wieder mächtig abgeschreckt. So schnell werde ich leider nicht wieder zu Historien oder Geschichten mit mehreren Zeitebenen  greifen. Doch das ist ja wie immer Geschmackssache. :)



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