Freitag, 24. Februar 2017

[Autorenmonat] "Chaos im Herzen" von Kera Jung


Mit achtundzwanzig Jahren ist es Simon tatsächlich gelungen, sein Herz an eine Frau zu verlieren: Valerie Welsh, das in seinen Augen göttlichste Geschöpf auf Erden.
Nur sieht er nach wie vor keine Zukunft für sie beide, denn ein Leben mit seinen Tics kann und will er ihr nicht zumuten. Lieber übt er sich im Verzicht und verurteilt Val damit gleich mit zur Einsamkeit. Bloß gut, dass die himmlische Val über jede Menge Trotz und jene Flöte verfügt, die Simon zum Tanzen bringt. So drängt sie ihn immer wieder erfolgreich dazu, ins kalte Wasser zu springen, obwohl ihm sein so rationaler Verstand genau das Gegenteil empfiehlt. Ein langer Weg liegt vor ihnen. Gespickt mit vielen Steinen, welche keineswegs nur aus Simons Leiden resultieren, sondern auch aus Intrigen, Selbstzweifeln, Arroganz und dieser widerlichen Erfindung, die sich Stolz nennt.

Der zweite und letzte Teil der Chaos Reihe beginnt genauso berührend, wie der erste geendet ist. Simon und Val haben auf ihre eigene Art und Weise zusammen gefunden. Val schwebt fast auf Wolke 7, es ist jedoch wirklich nicht einfach mit Simon. Sie muss über seiner Krankheit stehen und das ist gerade in den ruhigen Momenten nicht leicht. Simon dagegen ist immer noch innerlich absolut zerrissen. Er will sie und kämpft trotzdem gegen seine Gefühle an, weil er einfach nicht an eine glückliche Zukunft glaubt, eine Zukunft, in der Val glücklich mit ihm ist. Er hält sie auf Abstand und kann es doch nicht.

Nachdem Val heraus gefunden, welch gemeines Spiel ihr Vater gespielt hat hat sie gemeinsam mit Jonas und Simon das weite gesucht und um nicht mit Nichts dazustehen, gründen sie kurzerhand eine eigene Kanzlei. Das Problem ist nur, das Jonas und Val ganz fürchterliche Anwälte sind, Simon noch immer nicht sein BAR Examen abgelegt hat und ihr erster großer Fall gleich ein Mordfall ist. Also arbeiten alle Hand in Hand um alle Probleme zu lösen. Die Geldprobleme, die Klientenprobleme und auch die privaten Probleme. 


Mein Fazit der Reihe: Einfach wunderbar. Nachdem ich ja zuerst nichts von Simon und seinen Problemen (aus genannten Gründen) wissen wollte, bin ich jetzt umso verliebter in ihn. Seine Geschichte, seine Probleme und sein Leben haben mich wirklich im Herzen berührt und ich war so traurig, weil alles so schwer und ungerecht ist. Irgendwie, theoretisch kann man es vielleicht mit "Ein ganzes halbes Jahr" vergleichen. Hier stirbt nur keiner, soviel sei schon mal gesagt. Aber es ist nicht einfach. Ihr müsst es einfach gelesen haben.










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