Montag, 27. März 2017

[Rezension] "Bestrafung" von Steffen Jacobsen




Dänemark verliert seine Unschuld, als ein Selbstmordattentäter im Tivoli, dem beliebtesten Vergnügungspark des Landes, eine Bombe zündet. Mehr als Tausend Menschen finden den Tod. Doch niemand bekennt sich zu dem Anschlag, und die Ermittlungen laufen ins Leere. Bis Kommissarin Lene Jensen eine Verbindung zu einem vermeintlichen Selbstmord im U-Bahnhof Nørreport herstellt. Gemeinsam mit Privatdetektiv Michael Sander geht sie der Sache auf den Grund. Sie finden Schreckliches.


Als aller erstes treffen wir Lene Jensen wieder. Sie ist immer noch Ermittlerin, allerdings ist sie am Ende ihrer Kräfte. Ein nervliches Wrack. Zwei Jahre nach "Trophäe" hat die Geschichte um sie und ihre Tochter den Höhepunkt längst erreicht und als Happy End würde ich das nicht bezeichnen. Lene arbeitet eigentlich nur noch, damit sie nicht völlig durchdreht. Von Michael hat sie sich mittlerweile abgeschottet. Sie ignoriert seine Anrufe und lebt in den Tag. Und vorerst hört man auch nichts weiter von ihm.
Dänemark steht völlig unter Schock seit es in einem Vergnügungspark einen Terroranschlag gab, bei dem mehr als 1000 Menschen verletzt und getötet wurden. Lene ist plötzlich mittendrin und fast schon verdächtig, denn: Nach der Geschichte mit ihrer Tochter hat sie sich freiwillig bei einem Hilfetelefon gemeldet und dort Kontakt aufgenommen mit einem Mädchen, welches von der Regierung verdächtig wird, direkt mit dem Attentat in Verbindung zu stehen. Doch dann nimmt es sich das das Leben.. oder auch nicht. Das will Lene heraus finden und auf dem Weg dabei begegnet sie Michael wieder. Er kommt gerade von einem Auftrag und hadert gerade mich sich und seinem Leben und so möchte er noch nicht nach Hause zu seiner Frau und Kindern. Zusammen versuchen sie die Wahrheit herauszubekommen und kommen damit der Regierung öfter in die Quere als ihnen lieb ist. 


Spannend, spannend, spannend und wieder äußerst brutal. Noch dazu natürlich gerade jetzt sehr realitätsnah. Was es noch dramatischer macht irgendwie. Lene ist wirklich ein Wrack, das ist nicht gelogen, aber das Ganze ist nicht nervig gemacht sondern authentisch. Und auch Michael hat in diesem Band ganz schön arge Probleme, aber es war einfach wunderbar, wie die beiden einfach zusammengehalten und sich unterstützt haben. Es macht sie nur noch sympathischer. Der zweite Teil der Reihe hat also im Vergleich zum ersten Teil nicht abgebaut. Auch hier gebe ich eine absolute Leseempfehlung.




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