Sonntag, 26. März 2017

[Rezension] "Der Angstmann" von Frank Goldammer

Fesselnder Kriminalroman aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs

Dresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Gassen schleicht. Heller gibt nichts auf das Gerede. Inmitten der Wirren des letzten Kriegswinters macht er sich auf die Suche nach einem brutalen Frauenmörder. Nicht nur sein linientreuer Vorgesetzter Rudolf Klepp legt Heller dabei Hindernisse in den Weg. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück ...
Also zur Zeit habe ich mal wieder ein glückliches Händchen bei meiner Buchauswahl!
Ich hatte den Angstmann schon seit Oktober auf meinem SuB liegen. Dann wollte ich damit anfangen, habe es aber immer wieder aufgeschoben.
Jetzt habe ich dieses Buch aber endlich gelesen und ich sage euch! Ich konnte es fast nicht aus der Hand legen!
Zum einen spielt dieses Buch ja zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Es Startet im November 1944. Der Handlungsort ist Dresden. Eine Stadt, die ich ja wirklich liebe!
Nur leider wird diese wunderschöne Stadt zur der Zeit, in der die Geschichte spielt gerade so gnadenlos zerstört. Es ist wirklich furchtbar! Und das auch noch auf den Tag genau 37 Jahre vor meiner Geburt. So ein Datum prägt sich dann irgendwie ein.

Und die Story des Buches... Als ob der Krieg und das ganze Leid nicht schon reichen würde, treibt auch noch ein Serienmörder sein Unwesen und das auf eine ganz üble Art und Weise.
Nur werden diese Morde hinsichtlich des ganzen Weltgeschehens dann doch ziemlich vernachlässigt, was unseren Kriminalinspektor ziemlich ärgert, sollte doch gerade in so finsteren Zeiten auch noch jeder kleine Rest Menschlichkeit bewahrt werden.

Max Heller, der Kriminalinspektor, war mir auch überaus sympathisch. In seiner ganzen Art. Von seinen Überzeugungen her. Für ihn zählen einfach Menschlichkeit und Gerechtigkeit.
An einer Stelle im Buch wird er gefragt, auf welcher Seite er stehe und er antwortet, dass er einfach nur er ist, Max Heller. Diese Aussage finde ich einfach nur klasse. Man muss nämlich nicht einfach eine vorgefertigte Meinung annehmen, man sollte immer selbst denken und nicht blind vertrauen. Meistens ist es eben dann doch nicht schwarz oder weiß weiß, sondern grau in sehr vielen unterschiedlichen Nuancen.

Wahnsinnig heftiges Buch. Die ganzen Aspekte der Ermittlungen um den Täter zu finden, wie auch der historische Rahmen.
Beim 13. Februar 1945 war ich so von diesem Buch gefesselt, dass ich nichts mehr um mich herum mitbekommen habe. Eine Verfolgungsjagd, die letztendlich von DEM Bombenangriff unterbrochen wird.
Ich kann gar nicht wirklich beschreiben, ob es Spannung war oder doch einfach reines Entsetzen.


Und schon wieder eine glasklare Leseempfehlung von mir!
Fesselnd. Mitreißend. Spannend. Entsetzlich.


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