Samstag, 20. Mai 2017

[BuddyRead] "Schwesterherz" von Kristina Ohlsson


Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …

Wer war Sara Texas? Kaltblütige Serienmörderin oder unschuldiges Opfer?
Der erste Band der zweiteiligen Miniserie aus Schweden.
 

Welche Erwartungen hattest du?

R: Meine Erwartungen waren schon recht hoch. Immerhin haben wir hier ein Buch von Kristina Ohlsson! Allerdings handelt es sich um eine neue zweiteilige Reihe mit vielen neuen Protagonisten, deshalb bin ich doch ein bisschen vorsichtiger an die Sache herangegangen ;)

S: Oh ich wusste so gar nicht was ich erwarten soll. Ich wollte nämlich auf keinen Fall enttäuscht werden. Die erste Reihe war so gut, wie würde wohl diese werden..?!


Was hältst du von Martin Brenner?

R: Da bin ich etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite scheint er ein toller Mensch zu sein. Mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und irgendwie auch voller Liebe. Vor allem gefällt mir die Fürsorglichkeit, mit welcher er sich um seine Nichte kümmert.
Auf der anderen Seite ist er aber auch irgendwie ziemlich arrogant und vor allem den Frauen gegenüber nicht so richtig fair. Auf jeden Fall braucht diese Geschichte aber so einen Charakter, sonst würde sie nicht funktionieren.

S: Ein wirklich toller Charakter für solch eine Geschichte, aber als Mensch mag ich ihn irgendwie so gar nicht. Seine Liebe zu seiner Nichte Belle kann ich ihm irgendwie nicht so ganz abnehmen. Ehrenvoll das er sich um sie kümmert, aber irgendwie.. Ich weiß auch nicht. Er ist eben doch irgendwie distanziert ihr gegenüber.


Konntest du dieses Mal einen Täter konkret verdächtigen?

R: Nein. Kann man nicht wirklich. Es kommen einfach immer wieder neue Personen dazu und der verdacht springt dann immer wieder hin und her, wenn neue Informationen auftauchen.

S: Natürlich nicht. Wie schon in der ersten Reihe und für skandinavische Thriller schon typisch tauchen ständig neue Hinweise und Verdächtige und jedesmal ist man sich sicher und dann kommt das neue Kapitel..


Wurden deine Erwartungen erfüllt?

R: Ja, doch. Ich bin sehr zufrieden mit dem Buch!

S: Umsonst Sorgen gemacht. Frau Ohlsson hat mich nicht enttäuscht.



Fazit:

Wieder ein großartigen Buch von Kristina Ohlsson!
Martin Brenner ist ein recht spezieller Charakter, aber ohne das würde das ganze Buch nicht funktionieren.
Wir geraten in dieser Geschichte in Verstrickungen, die weit über Schweden hinaus bis in die USA führen.
Hier im ersten Band lernen wir jede Menge Leute kennen und eigentlich weiß man am Ende immer noch nicht so ganz genau, wem man jetzt welche Rolle zuordnen muss. Mal abgesehen von den Protagonisten, aus deren Blickwinkel das Buch geschrieben ist.
Am Anfang ließ die Geschichte sich recht gemächlich an, je weiter man jedoch liest, desto mehr nehmen die Ereignisse an Tempo auf und am Ende konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich einfach mehr wissen wollte. Was natürlich bei einer Dilogie ein wenig fies ist, weil das Buch einfach mitten in der Story aufhört. Mit einem üblen Cliffhanger wohlgemerkt! Und nun heißt es warten auf Band 2...




Ich gebe ja zu, so schnell wie Rike hatte ich es nicht durch. Das lag aber nicht daran, das es nicht gut gewesen wäre. Es war wirklich gut. Wenn man mal angefangen hatte, waren ganz schnell 50 Seiten vorbei. Wie schon erwähnt ist Brenner wirklich gewöhnungsbedürftig, aber man kommt klar, weil es eben passt. Er ist sympathisch unsympathisch. Die Geschichte ist wieder wunderbar tiefgründig und so vielschichtig. Wie Rike ja bereits sagte, dieses mal spielt die Geschichte nicht nur in Schweden sondern sie greift über in die USA und das macht es nur umso spannender. Der Fall Sara Tell birgt viele Geheimnisse und es bleibt auch für den 2. Teil sehr spannend.



Liebste Grüße

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